Fachschaft Geschichte LMU
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Werkstattgespräch

Geschichte der Frauen und Proteste im Iran

13.12.2022 um 19:00 Uhr

Der Mut der Menschen, die im Iran mit Rufen wie „Jin. Jiyan. Azadi“ (Frauen, Leben, Freiheit) gegen das unterdrückerische Regime protestieren und damit ihr Leben in Gefahr bringen, beschäftigt auch viele hierzulande.

Nun ist das Interesse am Iran, seiner Kultur, Geschichte und Bevölkerung groß:
Woher kommen die Proteste? Welche Rolle spielen Studierende aktuell und historisch? Wie kommunizieren die Menschen innerhalb des Iran und mit der Diaspora im Ausland? Welche politischen Perspektiven gibt es? Welche Handlungsspielräume haben Wissenschaftler:innen und Studierende mit iranischen Wurzeln hier in Deutschland?

Die Fachschaft Geschichte lädt alle Interessierten zum gemeinsamen Austausch am 13.12.2022 um 19:00 c.t. in K327 ein.

Wir hören zwei kurze Impulsvorträge:

  • Die Iranistin Dr. Sarah Kiyanrad gibt eine Einführung in die Geschichte der Frau(en) im Iran sowie soziale Bewegungen in den vergangenen beiden Jahrhunderten, 
  • Die Studentin Mina Mazari berichtet von familiären Verbindungen im Iran sowie ihr Engagement in der aktuellen aktivistischen Bewegung in Deutschland.

Davon ausgehend diskutieren wir in kleinen Gruppen über Fragen wie:

  • Welche Lehrangebote zum Iran gibt es an der LMU? 
  • Wer beeinflusst, worüber gelehrt und geforscht wird? 
  • Wie können wir die aktuellen Proteste besser verstehen? 
  • Wovon ist unser Iran-Bild geprägt? 
  • Was können Universität, Forschende und Studierende in Deutschland beitragen?“. 

Im Fokus steht also nicht das Hören von Vorträgen, sondern das Austauschen von Ideen und Meinungen. Es gibt ein kleines kulinarisches Angebot (Snacks, Früchte, Tee, Kaffee, Wein). Die Teilnahme ist natürlich kostenfrei, wir freuen uns aber über eine kleine Spende.

Die Werkstattgespräche der Fakultät 09/der Fachschaft Geschichte LMU wurden 2020 etabliert. Wir verstehen sie als offenes Forum für den Austausch über gesellschaftliche und politische Themen, bei dem wir versuchen, den Bezug zu unserem universitären Alltag zu thematisieren und kritisch zu diskutieren: Über Strukturen, die Universität, unsere eigene Sichtweise. Nun endlich auch in Präsenz!

wsg_iran

Anmerkung zur Gestaltung: Das Plakat verwendet eine Version der Flagge der Islamischen Republik Iran, die für sich betrachtet Zeichen des unterdrückerischen Regimes ist und im Plakat somit womöglich irritiert. Wir verstehen die Bildsprache so, dass die Flagge in Kombination mit der Position der gezeichneten Person Unterdrückung und Unfreiheit symbolisiert, ähnlich wie das aufgezwungene Kopftuch und somit ganz im Gegensatz zu den protestierenden Menschen steht. Kunst ruft immer verschiedene Interpretationen hervor, daher freuen wir uns, wenn ihr uns diesbezüglich, auch gerne kritische, Rückmeldung gebt.